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Pornos stumpfen uns und unser Gehirn ab

Pornos sind eigentlich was schönes: Fehlt die Beziehung und möchte man keinen One Night Stand haben, suchen wir einfach im Internet nach einem Porno und können uns zurücklehnen. Wir belohnen uns trotzdem mit einem Orgasmus und schließen die Seite wieder. Doch der Pornokonsum stumpft uns ab – und lässt uns abhängig werden. Studien: Nach Pornos abhängig zu werden ist einfacher als abhängig von Kokain und Heroin zu werden.

Der Coolidge EffektEs gab schon einige Studien die sich mit dem Pornokonsum und mit der Pornosucht beschäftigt haben. Und es gibt auch eine richtige Pornosucht. Forscher haben sich mit dem sogenannten Coolidge-Effekt auseinandergesetzt. Dieser besagt folgendes: Setzt man eine männliche und eine weibliche Ratte in einen Käfig, werden diese versuchen sich fortzupflanzen. Mit der Zeit verliert die Ratte aber die Lust an der weiblichen Ratte. Ersetzt man die weibliche Ratte nun durch ein anderes Weibchen, fängt der Trieb wieder von vorne an.

Diesen Effekt besitzen Männer auch beim betrachten eines Pornos, weshalb sich ein Mann selten einen Porno mehrfach anschaut. Unser Gehirn verbindet den Porno mit einem schon erlebten Samenerguss und denkt sich, dass wir die Darstellerin schon befruchtet haben. Der Mann verliert also die Lust an diesem Porno, weil er die Dame schon kennt. Das liegt am Dopamin, einem Glückshormon, welches beim Orgasmus ausgeschüttet wird.

Doch bei der ganzen Sache gibt es ein Problem: Schüttet unser Hirn Dopamin aus, gibt es Dopaminrezeptoren, die dieses empfangen. Soweit so gut. Passiert das aber häufiger, stumpfen diese ab und brauchen mehr von den Glückshormonen um aktiviert zu werden. Und schon beginnt der Teufelskreis.

Die Sucht nach neuen – Frauen, Pornos, Sex.

Ejakulation bei Dopaminrezeptoren-AbstumpfungDopamin sorgt in unserem Körper dafür, dass wir neue Dinge bekunden. Kennen wir eine Sache schon, so stumpfen wir ab. Das kennen wir zum Beispiel aus Dingen die wir machen: Fahren wir beispielsweise das erste mal auf einer Achterbahn, kann sich das Dopamin sehr gut entfalten und wir empfinden ein Glücksgefühl. Fahren wir täglich mit der Achterbahn, sind die Dopaminrezeptoren so abgestumpft, dass wir kaum noch Freude empfinden.

Und so verhält es sich auch beim ansehen von Pornos: Ein neuer Sexfilm ist für uns interessanter als den, den wir gestern schon gesehen haben. Um dies zu bestätigen, wurde eine Studie durchgeführt: Männern wurde der gleiche Porno 18x hintereinander gezeigt. Dabei sollten sie sich selbstbefriedigen. Mit der Zeit wurde die Stärke der Ejakulation immer schwächer. Beim 19. mal wurde ein neuer Porno gezeigt – und siehe da: Die Ejakulation war wieder wie neu. Die Grafik veranschaulicht dies.

Auswirkungen von erhöhtem Pornokonsum

  • Deutlich weniger Energie, Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Weniger Konzentration
  • Vermindertes Interesse echte Frauen kennenzulernen
  • Errektionsstörungen und Leistungsstörungen beim echten Sex
  • Gefühl von Zeitlosigkeit
  • Ein Mann braucht es immer extremer

Dopamin Rezeptoren stumpfen beim Pornokonsum abDie Veränderung des Gehirns von Männern, die sich regelmäßig Pornos anschauen, wurde veranschaulicht. Dabei erkennt man klar die Veränderung der Dopaminrezeptoren, welche abgestumpft sind und sich deutlich verkleinert haben. Dies zeigt die Grafik auf der rechten Seite.

Die Auswirkungen von einem erhöhtem Pornokonsum sind extrem. Die Männer, die häufig zu Pornos onanieren, leiden unter erhöhter Müdigkeit, Antriebslosigkeit und weniger Energie. Außerdem klagen sie darüber, sich nicht mehr auf das wesentliche Fokussieren zu können und dass die Konzentration fehlt. Auch bei der Arbeit und bei vielen anderen wichtigen Dingen. Auch das Interesse an echten Frauen lässt deutlich nach. Das Hirn stellt sich nämlich darauf ein, an das Dopamin zu kommen, auch ohne Sex und ohne Anstrengung. Außerdem gaukelt es den Männern vor, dass sie eine Frau nicht brauchen, ebenso dass es sehr schwierig wäre mit einer Frau ins Bett zu kommen. Auch Errektionsstörungen können Auswirkungen sein – aber nur beim Sex mit einer Frau. Das heißt, dass beim Porno alles funktioniert, beim Sex dann aber nicht mehr. Das Hirn bekommt Angst, Fehler zu machen, was sich dann auch die Leistung des Mannes auswirkt.

Die stärkste Auswirkung ist aber die der Steigerung und die Sucht nach neuem. Männer haben festgestellt, dass sie sich nicht mehr mit herkömmlichen Sexvideos zufrieden geben, sondern neues brauchen. Das Dopamin in unserem Hirn ist Schuld: Es verlangt immer wieder nach einer neuen Stimulation, nach neuen Erfahrungen. Daher werden die Pornos auch immer extremer.

Quellen: